Die Prostitution ist zwar das älteste Gewerbe der Welt, hat sich aber in den letzten Jahrzehnten stark verändert.
Das Erscheinen von Erotikanzeigen in Zeitungen hat den Zugang zu dieser Tätigkeit für viele Gelegenheitsarbeiterinnen ermöglicht, die es nicht gewagt hätten, auf den Strich zu gehen.
Eine weitere wichtige Entwicklung in der Welt der Prostitution ist die Migration von Bevölkerungsgruppen. In den 1990er Jahren war der Markt gut mit Mädchen aus Thailand und anderen südostasiatischen Ländern besetzt, doch die Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa hat den Markt grundlegend verändert, wie Sie sehen werden.
Wir haben für Sie die Daten der größten Erotikseiten in der Schweiz (Deutschschweiz und Romandie) zusammengestellt, um einen Überblick über den Markt zu erhalten. Wir haben die Daten der größten Anbieter in der Schweiz verwendet und nicht versucht, sie zu gewichten. Unsere Zahlen geben also einen Überblick über die Mädchen, die auf den Webseiten zu sehen sind, und berücksichtigen einerseits nicht die Straßenprostituierten und mit 53% der Anzeigen ohne Länderinformationen sind unsere Zahlen naturgemäß nicht vollständig repräsentativ.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass unter den 53% der Anzeigen ohne Länderinformationen viele Mädchen aus Ländern sind, die nicht zu den verkaufsstärksten gehören (Ungarn, Rumänien oder andere osteuropäische Länder) und dass einige Rumäninnen sich als Italienerinnen bezeichnen.
Nichtsdestotrotz sind diese Werte immer noch interessant und spiegeln eine Realität wider.
Unsere Zahlen zeigen, dass 54 Prozent der Mädchen auf dem Schweizer Markt aus den östlichen Ländern kommen, einschließlich der Länder des ehemaligen Jugoslawien. 30 Prozent kommen aus europäischen Ländern, die nicht in die östlichen Länder gebracht wurden, mit einem großen Anteil an Spanierinnen. Süd- und Mittelamerika und alle karibischen Inseln machen nur 13 Prozent aus und die restlichen Anzeigen, einschließlich Asien, Afrika und dem Nahen Osten, machen nur 3 Prozent der Anzeigen aus. 
Im Folgenden finden Sie die acht am häufigsten in Erotikanzeigen angegebenen Herkunftsländer mit den entsprechenden Prozentwerten. Man kann sehen, dass nach Angaben der Inserenten 21% der Mädchen ungarischer Herkunft sind und 3% aus der Schweiz kommen.

Dies sind Daten, die sicherlich mit vielen Vorurteilen über die Herkunft der in der Schweiz arbeitenden Prostituierten aufräumen werden.